Social Media-Welt · TV-Welt

#HowIMetYourRacism – Wenn lachen verpönt ist

Rassismus ist schlecht. Rassismus muss bekämpft werden. Hier sind wir uns schon mal einig, gut. Aber und jetzt kommt sie, die Frage die sich schon viele gestellt haben: Wo fängt künstlerische Freiheit an und wo hört sie auf? Was kann sich eine Sitcom erlauben, wann geht sie bereits zu weit?

Ein bisschen kommt es mir so vor, als würden einige in der Social Media-Welt einfach auf der Suche sein: Nach dem nächsten großen Fehler, den vorzugsweise eine berühmte Person/ein weltbekanntes Unternehmen begeht. Ein Tag ohne Shitstorm. Das geht nicht. Das kann nicht sein. Dann gibt es Entzugserscheinungen. Allerorts fallen Social Media-User auf den Straßen in Schockstarre – wann kommt er, der nächste Shitstorm, das nächste große Ding, der Moment an dem sie wieder ihren „Shit“ los lassen können…

Es lässt sich streiten, ob es klug war, von den „How I Met Your Mother“-Machern, in der letzten Folge (S09E14 – „Slapsgiving 3: Slappointment in Slapmarra“) die Outfits der Schauspieler so „übertrieben“ zu wählen, oder dass die Schauspieler selber einen derart ausgeprägten Akzent nutzten. Aber darf ein Drehbuchautor heutzutage für eine Sitcom keine Klischees mehr verwenden? Auch dann nicht, wenn eine Folge eine eindeutige Hommage an Kung-Fu-Filme darstellen soll?

Müssten sich dann nicht alle „Nerds“ auf den Schlips getreten fühlen, von den Machern von „The Big Bang Theory“? Muss ich mich jetzt angegriffen fühlen, jedes einzelne Mal, wenn Deutsche übertrieben dargestellt werden? Und sollten dann nicht längst die Kanadier auf die Barrikaden gehen? Geht es in einer Sitcom nicht eben genau darum? Müssen wir heutzutage alles dermaßen ernst nehmen, dass wir sogar den Zweck einer Sitcom vergessen? Unterhaltung. Nichts weiter. Nur unterhalten sollen uns solche Sendungen.

Ich fand die Folge lustig. Ich habe gelacht. Und sie hat keinerlei negative oder gar rassistische Gefühle jeglicher Art in mir ausgelöst.

Die Macher von „How I Met Your Mother“ haben sich entschuldigt. Und trotzdem ist das vielen nicht genug…

Verfolge den Hashtag #howimetyourracism auf Twitter!

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