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12 Monate, 12 Bücher – „My touch is power“

P1000582Es ist wieder soweit! 12 Monate, 12 Bücher. Und um nicht mit der Tradition zu brechen, gibt es auch diesen Monat wieder eine Trilogie! Diesmal tauchen wir ein in die Welt von Tahereh Mafi’s „Shatter Me“-Trilogie (deutsch: „Ich fürchte mich nicht“-Trilogie). Dystopie trifft auf X-Men. Und dies ganze drei Bücher lang. Wobei. Dystopie ist vielleicht sogar

zu weit gegriffen. Die Geschichte spielt zwar in einer Zeit, die dystopisch scheint, sie dreht sich im Grunde aber nur um Juliette. Gut, es gibt auch weitere Protagonisten, aber wenn ich ehrlich sein soll und darf, ist diese Buchreihe der Findungsweg eines Mädchens, das in jungen Jahren Kräfte entdeckt, die sie nicht kontrollieren kann.

Juliette hat kein einfaches Leben. Bereits als Kind entdeckte sie ihren „Fluch“: Ihre Berührung ist tödlich. Nachdem ihre Eltern sie lieblos an die Behörden ausliefern, wird Juliette zu einer Art Versuchskaninchen. Doch nachdem auch Jahre später keine Quelle und keine Lösung für ihr Problem gefunden werden können, wird sie in insolierte Einzelhaft gesteckt. Nach 264 Tagen öffnet sich dann die Zellentür und ein junger Mann tritt hinein. Juliette ist ein verschrecktes Mädchen, ängstlich, voller Selbstzweifel und, ja, auch Selbsthass. Nach 264 Tagen bekommt sie ein Angebot, dass sie eigentlich nicht ausschlagen kann: Ihre Freiheit. Doch zu welchem Preis?

Juliette lässt sich auf ein Katz und Maus-Spiel mit der Regierung ein und wird mehr als nur einmal vor unerfreuliche Entscheidungen gestellt. Sie entdeckt, dass es Menschen gibt die sie berühren können. Sie findet Liebe, nur um sie, in ihren Augen, selbstlos aufzugeben und stellt fest, dass manche Gaben doch nur mit einem gewissen Preis kommen.

P1000587Buch für Buch begleitet der Leser Juliette auf ihrer Selbstfindungsreise und Buch für Buch wird sie immer stärker. Das erste Buch ist mit Juliettes wirren Gedankengängen und durchgestrichenen Worten gespickt ist, doch ihre Denkweise wird im Verlauf der Geschichte bis zum dritten Buch immer klarer. Während ich vielleicht die Legend-Trilogie kaum aus den Händen legen konnte, oder die Maze Runner-Trilogie so schnell durchgelesen hatte, wie kein anderes Buch zu vor, hat mich die weinerliche Art von Juliette oft vom Lesen abgehalten. Mir hat zudem Hintergrundwissen gefehlt. Ein bisschen weniger Heulerei und ein paar Antworten mehr wären meiner Ansicht nach nicht verkehrt gewesen.

Während man als Leser zu Beginn viel Mitleid mit Juliette empfindet, ging es zumindest bei mir stellenweise so weit, dass ich sie gerne bei den Schultern gepackt und durchgeschüttelt hätte. Allerdings muss ich zugeben, dass vor allem die beiden jungen Männer aus dem Liebesdreieck eine erstaunliche Verwandlung durchmachen. Während der junge Mann aus der Zelle, Adam, zwar für die Regierung arbeitet und nur als Lockvogel in die Zelle geschickt wurde, will er für Juliette nur das Beste. Auf der anderen Seite steht Warner, der Regierungsmensch, der Juliette das unwiderstehliche Angebot ihrer Freiheit unterbreitet und hinter dem viel mehr steckt, als auf den ersten Blick zu sehen ist.

Alles in allem ist das Buch lesenswert – mit Einschränkungen. Steht ihr nicht auf weinerliche Frauen lasst es lieber liegen. Interessiert ihr euch aber stark für eine Welt der X-Men werdet ihr es wahrscheinlich nicht weglegen können!

Kennt ihr die „Shatter me“-Trilogier bereits? Hinterlasst mir doch eure Meinung in den Kommentaren!

Kleine Überraschung:

Solltet ihr die Trilogie noch nicht kennen, aber sie gerne mal lesen wollen, könnt ihr euch auf ein Gewinnspiel freuen: Ich verlose meine englischsprachigen Bücher! Das Gewinnspiel startet am 15.08.

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2 Kommentare zu „12 Monate, 12 Bücher – „My touch is power“

  1. Danke für deinen Beitrag und klasse, dass du wieder eine Trilogie gefunden hast. :-)Allerdings hast du mich bei den anderen Büchern mehr ködern können. Weinerliche Frauen in Büchern schrecken mich sofort ab. Sie dürfen gerne schwach sein und sich idiotisch aufführen. Nur weinerlich, da habe ich irgendwo eine innere Toleranzgrenze!Danke für deine Ehrlichkeit. Ich lese deine Besprechungen immer mit viel Spass und Interesse.

    1. Danke Eva! Wenn schon, dann ehrlich ;). Mich hat vor allem das Übernatürliche hinter der Geschichte gereizt – allerdings musste ich da einfach ehrlich sein: Als Frau gefällt es mir auch gar nicht, wenn eine Protagonistin über langen Zeitraum als schwach und als Heulsuse präsentiert wird. Vielleicht empfinden andere Leser/innen das auch ganz anders als, aber bei mir gibt es da auch diese „innere Toleranzgrenze“, wie du so schön geschrieben hast.

      Ich schaue auch immer wieder gerne bei dir auf deinem Blog vorbei und finde die Blogparadenidee immer noch wirklich toll! So schaffe ich es trotz Arbeitsalltag immer wieder mir wirklich Zeit zum Lesen einzuräumen!

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