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[Rezension] Batman v Superman: Dawn of Justice

Die perfekte Vorlage sollte man meinen: Zwei Superhelden, eine Superheldin, ein abgrundtief böser Schurke und die Frage, wie viel Macht zu viel Macht sein mag. Batman v Superman: Dawn of Justice hat als Grundlage alles, was man sich für einen perfekten Film im Superhelden-Genre vorstellen würde. Aber hier kommt es selbstverständlich auch enorm auf die Umsetzung an.

Wir haben also Superman, die Inkarnation des wahren Superhelden, auf den viele gewartet haben – beinah ein Heiliger für manche. Und Batman auf der Gegenseite. Eine Art falscher Held, düster und ob seiner im Kern „guten“ Taten von vielen argwöhnisch beäugt. Während Batman bzw. Bruce Wayne Supermans Heldentum suspekt ist, unter anderem auch, da dieser in seinen Augen das Unheil erst auf die Erde gebracht hat (Stichtwort: Man of Steel), sieht Superman in Batman eher eine kontroverse Schattenfigur, als einen Helden – schließlich betreibt dieser eine starke Form der Selbstjustiz. Bruce Wayne’s Sorgen teilen sowohl die Senatorin Finch, als auch der junge Lex Luthor, der Superman sogar den Versuch unterstellt eine Art Gott sein zu wollen. Eine Kette an Ereignissen wird in Gang gesetzt und wir befinden uns mitten in einer politischen Auseinandersetzung über Superman als „illegal alien“, sowie auf dem Weg zum pompösen Finale – ganz langsam zwar, aber der Weg ist geebnet.

Zack Snyder hat viele Chancen gehabt und sie häufig mit leicht unsinnigen Szenen gefüllt. Mehr als einen Moment runzelt man im Kino die Stirn und fragt sich, warum er die ein oder andere Szene hinein gschnitten hat, andere Informationen allerdings ausgelassen. Ob einige dieser Szene als direkte Anspielung zur Fortsetzung Justice League Part One dienen sollten, werden wir spätestens Ende 2017 im Kino sehen. Während ich Jeremy John Irons als Alfred wirklich nicht so viele gute Worte abgewinnen kann, muss ich zugeben, dass mich Ben Affleck als Batman – Batffleck wenn man so will, weniger enttäuscht hat, als ich es erwartet hatte. Mit der vielfachen Kritik an Jesse Eisenberg’s Version des Lex Luthors kann ich jedoch so nicht konform gehen. In Batman v Superman wirkt Eisenberg’s Luthor psychisch labiler, als in den früheren Verfilmungen. Eisenberg hat Luthor seine eigene Note gegeben und stellt einige Charakterzüge extrem überspitzt dar. Allerdings ist seine Darstellung in meinen Augen wenigstens eine Kleinigkeit, die den Film amüsant macht und zudem auch noch eine hervorragende schauspielerische Leistung.

Nun zur Frage: Wie gut ist der Film und lohnt er sich? Batman v Superman ist ein Film mit viel Potential – leider viel unausgeschöpftem Potential. Die Aneinanderreihung einzelner, in sich schlüssiger, zum Gesamtbild allerdings oftmals zu wenig beitragender Szenen schwächen den Film. Das übrige gibt dann die träge Erzählgeschwindigkeit.

Die Vorfreude auf Suicide Squad hat er allerdings für’s erste noch nicht geschmälert – es kann nur aufwärts gehen!

2 von 5 Sternen

 

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