Kino-Welt

[Rezension] Captain America – Civil War

Gestern war es so weit – die Preview von „Captain America: Civil War„. Ich war: Gespannt. Gebannt. Und vor allem aufgeregt, sollte dieser Film doch die Superheldenfans spalten.

The First Avenger - Civil War Logo

Hohe Erwartungen werden an den nun bereits dritten Captain America-Film gestellt. Er bringt nicht nur Cap und IronMan auf die Leinwand, sondern auch viele andere geliebte Avenger. Zudem führt er uns ein in die dritte Phase des Marvel Cinematic Universe (MCU). Wir können zwar mit Spider-Man und Black Panther zwei neue Charaktere auf der Leinwand begrüßen, der Comic-Vorlage kommt das jedoch weitem nicht nahe. Dies tut dem Film jedoch keinen Abbruch, ganz im Gegenteil – könnte doch kein Regisseur der Welt in 146 Minuten eine solche Masse an Charakteren glaubhaft unterbringen.

The First Avenger Civil War Plakat

Der Film startet zunächst mit der typischen Gut/Böse-Auseinandersetzung. Diesmal jedoch im Zusammenhang mit der freiheitlichen Vorgehensweise unserer Superhelden. Dürfen sie sich ungefragt in alle Belange einmischen? Mit ihren selbstbestimmten Operationen bzw. Missionen geht schließlich jedes Mal eine große Menge an Zerstörung und Kollateralschäden einher. Zivilisten finden in Kämpfen ihren Tod, die die Avengers möglicherweise nur führen, weil es sie gibt. Zieht das Gute nicht immer automatisch das Böse an? Also muss ein Superhuman Registration Act her. Oder nicht? Chapeu Marvel, für diese intelligente Selbstkritik.

Diese scheinbare Haupthandlung gerät jedoch schnell in den Hintergrund. Im Grunde steht durchweg die Charakterentwicklung im Fokus. Die Avengers spalten sich in zwei Lager, Team IronMan und Team Cap. In Team Pro Registration Act und in Team Anti Registration Act. Will IronMan sich unter die Befehlsgewalt der UN stellen, kämpft Cap für die staatliche Unabhängigkeit der Avengers. Black Panther vereint hier beispielhaft zwei kritische Seiten: Einen royalen Machthaber, als auch den vor Rachgier entfesselten Kämpfer. Mit Spider-Man, einem sehr jungen, sehr jugendlichen und unheimlich geschwätzigen Superhelden und Ant-Man bekommt der Film noch seine extra Portion Witz (was bei Marvel ja grundsätzlich nicht zu kurz kommt). Bin ich mit voller #TeamIronMan-Überzeugung ins Kino gegangen, muss ich sagen, dass der Film einen oft beide Seiten hinterfragen lässt.

Wir kommen also sowohl in den Genuss von Auseinandersetzungen, Actionszenen, Witz und vor allem: Entwicklung. Captain America: Civil War bietet eine runde Story (was man ja von DC’s Batman v Superman nicht behaupten konnte), komplett ohne Lücken. Eine Geschichte über Freundschaft, Gerechtigkeit und Loyalität.

Nach der Spannung ist vor der Spannung. In freudiger Erwartung, was die dritte Phase des MCU noch bringen wird, zähle ich die Tage bis zum nächsten Film! Also ich könnte Civil War gerade nochmal schauen ;). 3D ist kein Muss, englische Originalversion würde ich immer uneingeschränkt empfehlen!

5 von 5 Sternen

Advertisements

2 Kommentare zu „[Rezension] Captain America – Civil War

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s