Bücher-Welt

[Rezension] In der Liebe ist die Hölle los von Benne Schröder

Die Tochter des Teufels. Das kann sich sehen lassen, oder? Wie es wohl so ist Teil dieser ganz besonderen Royal Family zu sein? In seinem Debütroman, einem Liebesroman wohlgemerkt, einem Liebesroman aus der Feder eines Mannes, eines besonderen Mannes – denn Benne Schröder ist der Schriftsteller von nebenan (facebook.com/schroederlich | instagram.com/schroederlich) – nimmt uns Benne Schröder mit in eine Welt, die eigentlich jenseits unserer Vorstellungskraft liegt – das Geschäft mit dem Tod ist aber wahrlich kein Zuckerschlecken.


In der Liebe ist die Hölle los Cover

Leseprobe: In der Liebe ist die Hölle los

Format: Taschenbuch, 399 Seiten
Autor: Schröder, Benne
Verlag: LYX, April 2017


Catalea Morgenstern ist, wie der Name schon vermuten lässt die Tochter des Teufels. Sie versucht diese Tatsache zwar so gut es geht zu verdrängen und ihr Leben so menschlich wie möglich zu gestalten, aber dem Teufel entkommt nun einmal niemand. So heißt es doch, nicht wahr? Die plötzliche Trennung ihres Freundes Jan kippt ihre Stimmung und sie entscheidet sich wohl oder übel doch ins Familiengeschäft einzusteigen. Ihr Arbeitgeber? Die Firma. Ihre Aufgabe? Ganz simpel: Catalea soll Tote in die Hölle überführen, ihnen quasi den Weg vom Hier ins Jenseits ebnen. Allerdings geht ein Auftrag plötzlich gewaltig schief. Catalea sieht sich als Angeklagte, die halbe Hölle ist hinter ihr her und dann steht da auch noch dieser Totenanwalt Timur vor ihr. Wenn er ihr anfangs auch nur helfen soll ihre Unschuld zu beweisen und den Rätseln auf die Spur zu kommen, die zu ihrer Anklage geführt haben, bahnt sich ganz langsam auch noch eine Liebesgeschichte an…

Ich habe Tränen gelacht. Ich bin nicht der allergrößte Fan von Liebesromanen. Ich mag kein Gesäusel. Und Benne Schröder säuselt auch nicht! Er ist knallhart, schafft Komik, wo sie hingehört und Romantik immer an die richtige Stelle, ohne aber von der eigentlichen Handlung abzukommen. Sein Schreibstil ist leicht und flockig. Das Buch überhaupt weg zulegen, um sich um die kleine Prinzessin, oder etwas Schlaf meinerseits zu kümmern fiel mir unheimlich schwer. Keine Frage, dass ich es direkt meiner Ma weiter empfehlen musste, die übrigens genauso begeistert war, wie ich!

Es ist rund. Die Geschichte ist rund. Die Charaktere sind rund und es tut mir so unheimlich leid, dass ich erst jetzt zum Rezensieren gekommen bin (#sanierungswahnsinn). Ich kann euch das Buch nur ans Herz legen! Wenn ihr mehr zu Benne Schröder und „In der Liebe ist die Hölle los“ erfahren wollt dann schaut unten in den Steckbrief. Ach, und übrigens: Am 24.11.2017 erscheint die Fortsetzung „Zum Teufel mit der Liebe“ – ich habe mir das Datum schon mal ganz dick im Kalender markiert!

5 von 5 Sternen


Steckbrief

Im Autorensteckbrief erzählt Benne Schröder über seinen Roman „In der Liebe ist die Hölle los“

Lieblingssatz aus dem Buch:
Der völlig heruntergekommene Typ auf dem letzten Platz am Ende des Tresens, mit diesen fettigen Haaren, dem gekrümmten Rücken und den völlig ausgetretenen Schuhen war kein Landstreicher – oh nein, er war der Mann, der mich zu der Person gemacht hatte, die ich jetzt war, dieser Mann dort hinten war der Teufel – mein Vater.
Die Stelle im Buch, die am schwierigsten zu schreiben war:
Die Szene in der die Guten zu den Bösen werden und plötzlich ihr wahres Gesicht zeigen. Das musste nämlich richtig hässlich und fies werden – und ich kann leider viel besser lustig und verrückt als hässlich und gemein.
Der optimale Soundtrack zum Buch:
Keine Frage: Edwyn Collins – A Girl like you
Der perfekte Ort, um das Buch zu lesen:
In einer richtig runtergerockten Bar, in der die Farbe von den Wänden blättert. Dabei aber bitte ein sündhaft teures Abendkleid tragen.
Welchem Prominenten würden Sie Ihr Buch gern überreichen und welche Widmung stünde drin?
Meryl Streep und „Ich liebe Sie“
Was darf beim Schreiben auf keinen Fall fehlen – abgesehen von Rechner, Schreibmaschine oder Stift?
Einige Liter Kaffee, Süßigkeiten, Taschentücher für die Heulkrämpfe und für den Notfall: Ein Schnaps!
Was ist schöner: den letzten Satz zu Ende gebracht zu haben oder das fertige Buch in den Händen zu halten?
Das fertige Buch ist das wahrscheinlich beste Gefühl der Welt. Es macht wahnsinnig glücklich. Wenn dir klar wird: Himmel, Arsch und Zwirn. DAS HABE ICH ALLES GESCHRIEBEN?!
Wer oder was hilft, wenn es mal schwierig ist, weiterzuschreiben?
Gummistiefel an und mit meinem Labrador Matti eine Stunde den Strand am Rhein entlangspazieren wirkt Wunder. Auf halber Strecke kann ich es nicht mehr erwarten wieder nach Hause zu kommen um weiterzuschreiben.
Was war zuerst da: die Story oder eine Figur aus dem Buch?
Es ist immer die Story – sie existiert mit namenlosen Figuren, denen ich dann versuche Leben einzuhauchen. Manchmal geht das ganz schnell, manchmal dauert es ewig.
Wie wichtig sind Freunde, Familie, Berater beim Schreiben?
Am Anfang ungeheuer wichtig! Ich schätze die Meinung meiner Agentin ungeheuer. Sie ist ein toller Sparringspartner. Wenn ich dann aber einmal angefangen habe, möchte ich mich verkriechen und niemand darf mir mehr etwas reinreden – bis alles fertig ist.
Lieber akkurat durchplanen oder erstmal drauflosschreiben?
Am Allerliebsten möchte ich immer sofort drauflosschreiben, mutig und ohne Angst! Noch besser wäre es, die fertige Geschichte aus dem Kopf einfach auf das Blatt werfen zu können. Aber mittlerweile weiß ich, dass ich zumindest den wichtigen Teil planen muss.
Welche Farbe hätte das Cover auf keinen Fall haben dürfen und warum?
Weiß! Hier geht es schließlich um den Teufel. Da ist schwarz doch Pflicht, oder?
Wer das Buch liest, fühlt sich nach der letzten Seite…?
Hoffentlich glücklich und zufrieden, aber auch ein bisschen aufgekratzt, weil er wissen will wie es weitergeht!

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